Natur erleben in der Metropole Ruhr. Unterwegs zu sein auf der `Route Industriekultur` ist Freizeitvergnügen, Abenteuer und Bildungsspaß zugleich – ein einzigartiges Erlebnis für jung und alt.

Die meisten Industrieflächen im Ruhrgebiet waren über Jahrzehnte „verbotenes Land“. Betreten Verboten! Jetzt wurden die interessantesten Standorte nach ihrer Stilllegung und Sanierung für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Stille Zeugen dieser ganz besonderen Geschichte in der Ruhr-Region sind Hochöfen, Fördertürme oder Gasometer, ab sofort offen, nah und erlebbar auf der Route der Industriekultur.

Trotz der Bezeichnung Route, handelt es sich nicht um eine einzige Strecke sondern um ein Netz, das Museen so wie Ausstellungen als auch Panorama-Aussichtspunkte und historisch bedeutsame Siedlungen miteinander verbindet. Die einzelnen Orte (sog. Ankerpunkte) stellen damit die industrielle Entwicklung der zurückliegenden Jahrhunderte im Ruhrgebiet dar.

Infos Route Industriekultur: route-industriekultur.ruhr

Eine interaktive Übersichtskarte der Route der Industriekultur findest du hier.

Der Landschaftspark Duisburg



Der Landschaftspark Duisburg bildet auf der Route Industriekultur einen besonderen Ankerpunkt. Für uns ist er ein „Must see“ und ganz sicher auch für diejenigen, die einen aktiven Lifestyle lieben. Hier findet man ein breitgefächertes Freizeitangebot, das neben Tauchen im alten Gasometer, Skaten, Klettern oder Mountain Biking noch andere Besonderheiten bereithält.

Industriekultur trifft auf aktiven Lifestyle

Ein unbeschreibliches Gefühl befällt einen, wenn man das Gelände im Duisburger Norden das erste Mal besucht.

Groß ist die Ehrfurcht angesichts der riesigen Industriegebäude, monströse Maschinenteile und endlose Rohrtrassen. Alles im Park wird überragt vom über 70 Meter hohen erloschenen Hochofen. Man kann es kaum glauben, aber über der Kulisse des alten Hüttenwerks liegt – eine wohltuende Ruhe.

Besucher können den Park zu Fuß oder mit dem Rad erkunden – allein oder mit einer Gruppenführung.
Auch für Kids ist er ein großes Abenteuer: mit Spielplätzen, Riesenröhrenrutsche durch zwei Erzbunker, Sportanlagen für Skater und Mountainbiker.

  • In einem alten Gasometer entstand Europas größtes künstliches Tauchsportzentrum
  • In einer ehemaligen Gießhalle wurde ein Hochseilparcours eingerichtet
  • Ehemalige Erzlagerbunker bilden heute einem alpinen Klettergarten, der momentan der größte Outdoor Klettergarten Deutschlands ist.
  • Ein erloschener Hochofen „Hochofen5“ ist zum Aussichtsturm ausgebaut

Ein absolutes Highlight des Parks können Besucher allerdings erst abends erleben. Dann taucht die Lichtinstallation des britischen Künstlers Jonathan Park das alte Hüttenwerk in ein faszinierendes Meer von Licht und Farbe. Wer gerne fotografiert, sollte sich dort bei einsetzender Dunkelheit positionieren. Es lohnt sich!

Der Landschaftspark ist rund um die Uhr geöffnet.

Der Eintritt zum Parkgelände ist frei.

Der Hochseilgarten

Eisen- und Stahlkonstruktionen, flackernde Lichter, Abgründe und nur ein „Weg“, der Kletterfreunde vom sicheren Boden auf immer unglaublichere Weise in die Höhen des Ruhrgebiets entführt.
Wankende Brücken und abenteuerliche Seilkonstruktionen bringen die Abenteurer von Gießhalle 2 zu den imposantesten und bizarrsten Eindrücken, die das ehemalige Hüttenwerk im Landschaftspark Duisburg-Nord zu bieten hat.
Der Hochseilparcours wird stationsweise begangen – beginnend bei ebener Erde, über Stahlseile, Wackelbrücken und Metalltonnen, kommen die verschiedenen Ebenen in Reichweite. In einer Höhe von etwa 50 Metern endet der Parcours mit einem grandiosen Ausblick auf das Ruhrgebiet. Alle Materialien werden gestellt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Mindestalter 16 Jahre.

Mehr Infos unter: power-ruhrgebiet.de

 

Der Klettergarten und Alpincenter

Fast wie in den Alpen…
Seit 1990 besitzt die Sektion Duisburg des Deutschen Alpenvereins einen eigenen Klettergarten im Landschaftspark Duisburg-Nord. Er ist in Eigenregie angelegt und wurde seither mehrfach erweitert. Als das Hüttenwerk noch in Betrieb war, wurden hier Koks und die Eisenerze zwischengelagert. Durch den Einsatz vieler Helfer hat sich daraus ein Klettergarten mit über 580 Routen entwickelt.

Damit ist er im Moment der größte Outdoor-Klettergarten Deutschlands.

Die unterschiedlich steilen Wände sowie die erhalten gebliebenen Türme eignen sich ideal zum Klettern. Nach ihrer Besteigung bieten sie einen herrlichen Überblick über das umliegende Gelände. Kernstück bilden die Kletterrouten in den Bunkeranlagen. Hier bereiten sich Bergsteiger auf geplante Touren in den Alpen vor und auch Sportkletterer haben jede Menge Spaß.
Klettern ist hier ganzjährig möglich – doch nur mit Ausrüstung und nach Anmeldung (Gruppen) beim DAV-Büro im Landschaftspark Duisburg-Nord.

Mehr Infos unter: dav-duisburg.de

 

Fahrradtouren

Mit dem Drahtesel durch die Stahlruinen…
Das weitläufige Gelände des Landschaftsparks Duisburg-Nord bietet sich förmlich an, es nicht nur zu Fuß, sondern auch mit dem Fahrrad zu erkunden. Viele schöne Geländepassagen im Außengelände lassen sich prima auf dem Drahtesel erreichen. Große Teile des beschilderten Rundwanderwegs sind ebenfalls mit dem Fahrrad befahrbar.
Ein Fahrradverleih ist auch vorhanden. Erkunden Sie das weite Gelände auf eigene Faust oder lassen Sie sich bei einer Fahrrad-Führung Industriegeschichte erläutern.

Emscher Park Radweg / Grüner Pfad
Auf dem „Emscher Park Radweg“ entdecken Sie die regionalen Grünzüge von Duisburg bis Hamm, eine Strecke von ca.230 km. Ein besonders schöner Abschnitt des Emscher Park Radweges ist der 10 km lange „Grüne Pfad“. Fahrrad fahren auf einer stillgelegten Güterbahntrasse, hier führt die Strecke von Oberhausen Osterfeld bis zum Rhein und schließt dabei auch den Landschaftspark Duisburg-Nord mit ein.
Mehr Infos unter: radroutenplaner.nrw.de

RuhrtalRadweg
Der RuhrtalRadweg führt über mehrere Etappen vom Sauerland bis ins Ruhrgebiet und endet in Duisburg an den Ufern des Rheins – in guter Reichweite des Landschaftsparks.

Vom ADFC wurde der RuhrtalRadweg auf der Route Industriekultur als Qualitätsroute ausgezeichnet.

Mehr Infos unter: ruhrtalradweg.de

 

Wandern

So weit die Füße tragen…

Für Spaziergänger und Wanderer eröffnet der Landschaftspark so manches Geheimnis: geheime Gärten, eine bunte Tier- und Pflanzenwelt, spannende Aussichten und ein lebendiges Industriedenkmal. Beginnend bei der Besteigung von Hochofen 5 bis zu den weiten Grünflächen des Außengeländes.

Es gibt einen Rundweg mit Informationen über das Gestern und Heute, Wiesen, Wasserflächen und viel gewachsene Natur, die sich ihr Gebiet von der Industrie zurück erobert hat. Informationsstellen und Schilder an den wichtigsten Gebäuden und Anlagen begleiten Besucher auf einer frei bestimmbaren Route durch den Park.

Tipp: Mit Smartphone und einer QR-Code-App erleben Sie die Park-Punkte, hinter denen sich Wissenswertes, Bilder oder Videos verbergen.

Die Spazier- und Wanderwege sind tauglich für Familien mit Kindern und Kinderwagen.

Hunde sind im Park ebenfalls willkommen.

 

Weitere empfehlenswerte Ziele auf der Route Industriekultur

 

Der Emscher Landschaftspark Halde Hoheward in Herten

Die Halden Hoheward und Hoppenbruch, die historische Zeche Ewald und der Stadtteilpark Recklinghausen-Hochlarmark bilden zusammen den Landschaftspark Hoheward. Sie laden ein zu sportlichen Ausflügen mit dem Fahrrad oder dem Segway, zu Führungen durch die neue Natur auf alten Brachen entlang der Route Industriekultur oder einfach zu einem imposanten Rundumblick übers Ruhrgebiet vom Gipfel der Halde Hoheward aus.

Highlights: Großes Horizontobservatorium /Obelisk und Sonnenuhr

Mehr Infos findet Ihr unter: landschaftspark-hoheward.de

UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen

Zollverein gilt als „schönste Zeche der Welt“. Ca.1,5 Millionen Gäste aus aller Welt besuchen mittlerweile jährlich das Gelände, um die außergewöhnliche Industriearchitektur zu erleben, an Führungen teilzunehmen, Ausstellungen zu besuchen, Feste zu feiern oder im Zollverein Park zu entspannen.

Mehr Infos findet Ihr unter: zeche-zollverein.de

Die Halde Haniel in Bottrop/Oberhausen

Ein beliebtes Ausflugsziel im Norden von Bottrop. Sie bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten wie zum Beispiel Wandern auf dem Kreuzweg (128 Meter Höhe), Mountain Biking oder Drachen steigen lassen. Seit 2002 ist die Halde Haniel um eine weitere Attraktion reicher: Aus über 100 bearbeiteten Eisenbahnschwellen hat der baskische Maler und Bildhauer Agustín Ibarrola eine Installation „Totems“ geschaffen. Zusammen mit der grandiosen Aussicht, die sich vom Gipfel und auch schon während des Aufstiegs bietet, machen sie die Halde zu einem Ausflugsziel, das Halden-, Foto- und Naturfreunde unbedingt wahrnehmen sollten.

Mehr Infos findet Ihr unter: halden.ruhr

Die Tetraeder Aussichtsplattform / Halden Bottrop

Sehr beliebte Aussichtsplattform und berühmteste Landmarke im Ruhrgebiet. Auf der gegenüber liegenden Halde befindet sich das im Jahre 2001 eröffnete Alpincenter Bottrop – eine Indoor-Skihalle, in der ganzjährig unabhängig vom Wetter oder Jahreszeit, Ski gefahren werden kann.

Die Skipiste ist mit 640 Metern die längste ihrer Art auf der Welt.

Zusammen mit einem Hochseilgarten, einer Indoor-Paintball-Anlage, einer Sommerrodelbahn und dem Indoor-Skydiving Center (freies Fliegen mit dem Körper in einem vertikalen Windkanal) ist sie die Spiel-und-Sport-Halde im Ruhrgebiet.

Dazu hat sie die Besonderheit, eine der wenigen mit dem Auto befahrbaren Halden im Revier zu sein und die einzige, die auf dem Gipfel einen Parkplatz hat.

Mehr Informationen unter: Halden Ruhr

Alpin Center Bottrop: alpincenter.com

Indoor Skydiving (Windtunnel) Center: indoor-skydiving.com

Links und Quellen

Dieser Beitrag wurde mit folgenden Quellen erstellt:

Ruhr Guide

Landschaftspark Duisburg

route-industriekultur.ruhr

Metropole Ruhr

Halden Ruhr